Chronik

1923 – Gründung

Schon im Jahr 1920 wurde durch den Bürgermeister Johann Grünmann eine Sammlung zum Zwecke des Ankaufs einer Feuerwehrspritze veranstaltet, die einen Gesamtbetrag von 7.186 Kronen ergeben hatte. Aufgrund des Sammelergebnisses wurde sofort zur Bestellung der Spritze übergegangen, jedoch musste diese wieder wegen der inzwischen erfolgten sprunghaften Preiserhöhung wieder rückgängig gemacht werden. Es war damals gerade die Inflationszeit.

Im Jahr 1923 wurde im Bereich der Gemeinde Kürnberg, dem zur Pfarre Kürnberg gehörigen Teil von Weistrach, sowie im angrenzenden Gemeindeteil von Dorf St. Peter in der Au eine Beitragsleistung aufgrund der Zuständigkeit beschlossen. Diese Beträge wurden mit Strafgeldern von der Gemeinde und einer Spende von Pfarrer Josef Wagner aufgebessert und mit einem Betrag von 3.176,70 Schilling wurde sofort die Feuerwehrspritze bestellt und am 8. November 1923 die Freiwillige Feuerwehr Kürnberg gegründet. Die Vereinsstatuten wurden schon in der Gemeinderatssitzung vom 12. August 1923 bewilligt und erhielten ihre Genehmigung von der Landesregierung mit Datum vom 20. Dezember 1923, Zl. IV/b – 3054. Laut Beschluss des Landesfeuerwehrverbandes vom 30. November 1923 wurde der Verein „Freiwillige Feuerwehr“ Kürnberg unter der Nummer 1605 als Mitglied aufgenommen.

Anschließend wurde die Musikkapelle in die Feuerwehr eingegliedert und so erhielten alle Mitglieder eine Feuerwehruniform. Im Gründungsjahr umfasste die Feuerwehrmusik einen Mitgliederstand von 61 Kameraden.

Als erster Hauptmann wurde Johann Grünmann, „Oberwirt“ gewählt und als zweiter Hauptmann Leopold Schreiner. Erster Schriftführer wurde Leopold Tanzer, „Trafikant“ und der erste Kassier war Franz Tanzer, „Tanzerhäusl“. Steigerzugführer wurde Leopold Wimmer, „Nolln“, Spritzenzugführer Johann Gansberger, „Forster“ und Sanitätszugführer Franz Hinterleitner, „Doberleithäusl“.

Feuerspritze mit Laterne der FF Kürnberg aus dem Jahr 1923
Feuerspritze mit Laterne der FF Kürnberg aus dem Jahr 1923

An Ausrüstungsgegenständen wurden neben der Feuerwehrspritze mit Laternen, 182 m Druckschläuche und Kupplungen angeschafft. Weiters eine Tragbahre, einen Schubkarren, zwei Laternen und diverse Arbeitsgeräte wie Krampen.
Der Rüstanhänger für Pferdegespann wurde vorübergehend im Hause „Oberwirt“ eingestellt.
Diese Handspritze wurde von Kamerad Alfred Schaumberger liebevoll restauriert und ist in unserem Feuerwehrhaus ausgestellt.